Bürgerverein Fasanenhof - Hier leben wir e.V.
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Aus aktuellem Anlass möchten wir nochmals auf die 15 Grundsätze der Bürgerempfehlung hinweisen:

GRUNDSÄTZE für jedes weitere Vorgehen 

Die 15 Grundsätze sind als zusammengehörend zu betrachten. Es ist nicht im Sinne der Bürgerempfehlung, einzelne dieser Grundsätze aus dem Kontext zu nehmen. 

1. Nachverdichtung muss so erfolgen, dass die Grünflächen erhalten werden. Wegfallende Grünflächen müssen in gleichem Umfang und zumindest gleicher Qualität neu geschaffen werden. 

2. Der Baumbestand ist möglichst umfassend zu erhalten. Der Mammutbaum ist unantastbar. Die reiche Flora und Fauna und das Mikroklima dürfen nicht beeinträchtigt werden. 

3. Eine Neubebauung soll vorrangig auf bereits versiegelten Flächen erfolgen. 

4. Mit einer Nachverdichtung muss die Verbesserung der Wohnqualität auf dem Fasanenhof insgesamt verbunden sein. 

5. Das Architekturprinzip, bestehend aus Reihenhäusern, usw. in Kombination mit großen Grünflächen und beste möglicher Besonnung der Wohnungen, muss für den Fasanenhof berücksichtigt und erhalten bleiben. 

6. Auf kreative und innovative Bauweisen ist zu achten. 

7. Keine Nachverdichtung ohne die Berücksichtigung der sozialen Belange des Fasanenhofs! Nachverdichtung muss einhergehen mit einer nachhaltigen Aufwertung der sozialen Infrastruktur sowie des sozialen Miteinanders und Gemeinwesens. Bereits zu Beginn der Planungsphase, ist ein konkreter Ansprechpartner in der Stadtverwaltung für die sozialen Belange zu benennen. 

8. Die Erfolge der Sozialen Stadt sind zu erhalten und ihre Ziele weiterzuverfolgen. 

9. Soziale Einrichtungen sollen dort baulich umgesetzt werden, wo ein sozialer Handlungsbedarf im Umfeld bereits erkennbar ist. 

10. Preisgünstiges Wohneigentum für junge Familien muss Bestandteil einer Nachverdichtung sein! (z.B. Kettenreihenhäuser mit kleinem Garten) 

11. Die Nachverdichtung muss ein ausgewogenes Verhältnis an Wohnraum sowohl für Menschen mit geringerem Einkommen als auch für mittlere bis höhere Einkommen schaffen. Gerade von Letzteren erwartet man ein deutliches höheres soziales Engagement sowie eine Steigerung der Kaufkraft, nicht zuletzt für die Läden am neu gestalteten Europaplatz. 

12. Barrierefreier Wohnraum ist in ausreichendem Maß herzustellen - bei sinnvollem Verhältnis zu den Kosten. 

13. Die angespannte Verkehrs- und Parkierungssituation im Bereich Ehrlichweg und im Fasanenhof insgesamt, ist im Zuge einer ergänzenden Bebauung zu verbessern. 

14. Während der Bauphasen würden Garagen und Stellplätze wegfallen, es ist rechtzeitig für den Bau von Tiefgaragen/Ersatzstellplätzen Sorge zu tragen. 

15. Keine Nachverdichtung ohne Lärmminderungsmaßnahmen! Die Stadt wird aufgefordert, sich mit Nachdruck für Lärmminderungsmaßnahmen (Überdeckelung der A 8) einzusetzen. Auch der Ausbau der Nord-Südstraße ist durch Lärmminderungsmaßnahmen zu begleiten.

In der Sitzung des Bezirksbeirats vom 12. Februar stand insbesondere der Bericht der Stadtverwaltung zu den Bauprojekten am Ehrlichweg und am Logauweg sowie die Parksituation im Stadtteil auf der Tagesordnung: Die Vertreterin der Stadtverwaltung führte aus, dass im zweite Quartal des Jahres mit der Vorlage des Aufstellungsbeschlusses für den neuen Bebauungsplan am Ehrlichweg zu rechnen sei. Für das Bauvorhaben am Logauweg solle schon im Sommer das Wettbewerbsverfahren eingeleitet werden. Und zur Parksituation im Fasanenhof berichtet sie, dass  insbesondere Nachts die Lage angespannt sei. Dies sei auf die hohe Auslastung durch die Bewohner zurückzuführen. Im Anschluss an seine Diskussion des Berichts hat der Bezirksbeirat einstimmig den Antrag beschlossen, das Bauvorhaben am Logauweg in seiner öffentlichen Sitzung im Mai (Termin wird noch veröffentlicht) intensiv zu beraten.

 

Aus der Sitzung haben wir mitgenommen: Wir freuen uns, dass sich der Bezirksbeirat erneut für die angemessene und positive Weiterentwicklung des Fasanenhofs und einen konstruktiven Prozess einsetzt.

Die Nachverdichtung im Stadtteil geht dem Bericht der Stadtverwaltung zufolge dieses Jahr also mit großen Schritten voran. Und bei der Parksituation zeigt sich, dass es insbesondere im Zuge der anstehenden Erweiterung der U6 zu einer Verschärfung durch Urlaubsparker kommen könnte.

 

Vor diesem Hintergrund nehmen wir gerne unseren Baubürgermeister Pätzold beim Wort. Hat er doch in der Einwohnerversammlung vom 8. Juli 2019 mit der Aussage „Wir wollen mit Ihnen zusammen das Thema Fasanenhof weiter diskutieren.“ die stete Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner zugesagt. Schon im Sommer haben wir uns über diese Zusage gefreut. Das anstehende Bauprojekt am Logauweg ist aus unsere Sicht der passende Anlass, die Zusage umzusetzen. Der Bürgerverein Fasanenhof ist jederzeit bereit und wird sich sehr gerne mit Vorschlägen konstruktiv in die zugesagte Beteiligung einbringen. Dabei knüpfen wir gerne an unsere guten Erfahrungen aus dem Projekt Soziale Stadt an.

Die Stuttgarter Zeitung berichtet unter der Überschrift  "Das Jahr des Wartens" über die Nachverdichtung am Ehrlichweg aus der Sicht eines Bürgerredakteurs. Stuttgarter Zeitung vom 04.01.2018 

Der Bürgerverein wird alle, die gerne wissen wollen, wie es dort weitergeht auf dem Laufenden halten. Wir berichten dazu auf der Hompage und hier: Nachverdichtung

Wie die Filderzeitung am 09.01.2018 berichtet, plant auch die katholische Kirchengemeinde eine Neugestaltung ihrer Gemeindefläche. Die angedachten Pläne zum Bau eines Pflegeheims auf dem Gelände der St. Ulrich Gemeinde machen ein Gesamtentwicklungskonzept für den Fasanenhof, an dem alle Fasanenhofer beteiligt werden sollten, umso wichtiger. Sollte ein Pflegeheim dort gebaut werden, könnte die Stadt eine ihrer Bedarfsflächen umwidmen - etwa für Wohnbebauung.

Es gibt immer wieder den Wunsch auf den grosszügig gestalteten Grünflächen zwischen den Wohnhäuser nachzuverdichten, also zusätzliche Gebäude zu errichten. Der Bürgerverein lehnt dies kategorisch ab, da dadurch das Bild unseres schönen grünen Fasanenhofs nachhaltig zerstört würde!

Es gibt genügend freie Fläche die für eine Wohnbebauung genutzt werden könnte:

  • das Gelände der Schule im Ehrlichweg, die seit 2011 lehr steht und nicht mehr genutzt wird
  • Wir könnten uns auch gut vorstellen die alten Schulpavillions zwischen Bonhoefferkirche und Turn- und Versammlungshalle abzureisen, dort neue Wohnungen zu schaffen und vom Erlös ein die fasanenhofschule zu erweitern
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