Bürgerverein Fasanenhof - Hier leben wir e.V.
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Brief an den Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik (STA) wird sich in einer der nächsten Sitzungen mit dem Bauvorhaben im Quartier Ehrlichweg befassen. Vor diesem Hintergrund haben wir zwei Aussagen von Baubürgermeister Pätzold mit großem Interesse aufgenommen. Im Rahmen der Bürgerversammlung Möhringen vom 8. Juli 2019 bekundete Herr Pätzold, dass sich der neu gewählte Gemeinderat unvoreingenommen und neu mit dem Bauvorhaben befassen wird und die Bewohnerinnen und Bewohner des Fasanenhofs an der weiteren Entwicklung des Stadtteils beteiligt werden.

Für die gelingende Stadteilentwicklung ist ein die Integration fördernder Städtebau von großer Bedeutung. Für das Bauvorhaben im Quartier Ehrlichweg gilt leider, dass sowohl der im vorliegenden Plan enthaltene zusätzliche Punktbau an der Kurt-Schumacher-Straße als auch die hohe Anzahl der Zeilenbauten am Bergiusweg diesem Anspruch nicht gerecht werden.

So wird der zusätzliche Punktbau auf die westlich davon liegenden zwischen Garagenhöfen, Stadtbahn und Erdwall der BAB 8 eingeengten drei Wohngebäude und deren Bewohner in städtebaulicher und sozialer Hinsicht deintegrierend wirken. Die Verteilung der Gebäude und die korrespondierende Wegeführung sind derzeit darauf ausgerichtet, die drei Wohngebäude trotz ihrer Randlage in den Fasanenhof zu integrieren. Hierzu macht insbesondere die Kurt-Schumacher-Straße an der entscheidenden Stelle einen Knick, der städtebaulich zur Öffnung des Randgebiets führt und die drei Wohngebäude in den Fasanenhof einschließt. Genau diese integrierende Öffnung wird der zusätzliche Punktbau zustellen.

Für die im Plan enthaltene Anzahl der Zeilenbauten am Bergiusweg ist leider festzustellen, dass diese über das verträgliche Maß hinausgeht. Auch stellt eine Bebauung am Sautterweg keine Alternative, sondern eine Erweiterung dar, welche zudem von den Bewohnern nicht vorgeschlagen wurde.

 

Wir möchten Sie daher eindringlich bitten, sich im Interesse einer gelingenden Stadtteilentwicklung für die Streichung des zusätzlichen Punktbaus und die Reduzierung der Gebäudeanzahl am Bergiusweg einzusetzen.

Zudem würden wir uns sehr freuen, wenn Sie die bis zur Sitzung verbleibende Zeit nutzen, um sich mit uns das Gebiet einmal näher ansehen. Für einen Austausch stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung und sehen Ihrer Rückmeldung mit Spannung entgegen.

 

Der Vorstand des Bürgervereins Fasanenhof – Hier leben wir e.V.

Der Bürgerverein Fasanenhof - Hier leben wir e.V.

informiert zum Thema Nachverdichtung Fasanenhof:

Der Sprecher des Arbeitskreises Wohnen und Infrastruktur des Bürgervereins Fasanenhof, Dr. Eckhard Benner, lädt zur öffentlichen Sitzung am 2.12.2019 um 19 Uhr in den Bürgertreff auf dem Europaplatz ein:

"Neue Wohnungen im Fasanenhof sind eine Chance und ein Risiko. Sie sind für alle Junge und Ältere, die gerne auf dem Fasanenhof bleiben oder hinzukommen möchten, eine Chance.

Sie sind ein Risiko, wenn die Wohnbebauung nicht in das städtebauliche Konzept des Fasanenhofs passt. Da weiterhin neue Wohnbebauungen in Planung sind,
möchten wir dies mit allen Interessierten in unseren AK ‚Wohnen und Infrastruktur‘ diskutieren.

Alle Interessierte sind herzlich eingeladen!

Stellungnahme zum Beschluss des UTA vom 15.01.2019

Überarbeitete Ergebnisse der Mehrfachbeauftragung Bereich Ehrlichweg in Stuttgart-Fasanenhof

Der Bürgerverein Fasanenhof - Hier leben wir e.V. setzt sich für die positive Weiterentwicklung des

Stadtteils durch die Unterstützung, Förderung und Durchführung von Aktivitäten im Stadtteil Fasanenhof

zur Integration und das Miteinander aller gesellschaftlichen Gruppen ein. Dabei sind ihm die

Förderung der dazu erforderlichen Rahmenbedingungen ein wichtiges Anliegen.

Die Bürgerbeteiligung zur Nachverdichtung rund um den Ehrlichweg hat der Bürgerverein begleitet

und dabei die Vertretung der Interessen der Beteiligten unterstützt.

Die Bürgerempfehlung und ihre 15 Grundsätze legen ein überzeugendes Zeugnis dafür ab, dass den

Bewohnern des Fasanenhofs eine umfassende angemessene Weiterentwicklung ihres Stadtteils ein

zentrales Anliegen ist. Sie wurden im weiteren Verfahren jedoch unzureichend berücksichtigt.

Das Ergebnis aus dem Wettbewerbsverfahren zur Nachverdichtung brachte einen tragfähigen Kompromiss

zwischen den Interessen der Bewohner und der Baugenossenschaften hervor. Insbesondere

die zeitnahe Erstellung der mit diesem Plan vorgeschlagenen Gestaltung des öffentlichen Raums hat

das Potential eine integrative Wirkung zu entfalten.

Die am 15. Januar 2019 vom UTA beschlossene Planung zur Nachverdichtung sprengt diesen Kompromiss!

Daher begrü.t der Bürgerverein die Beschlüsse, die der Bezirksbeirat Möhringen aufgrund seiner

Ortskenntnis am 12. Dezember 2018 getroffen hat. Dies gilt insbesondere für die Ablehnung des

zusätzlichen fünf-geschossigen Punktbaus an der Kurt-Schumacher-Straße und die Begrenzung auf

die ursprünglichen 90 Wohneinheiten.

Der zusätzliche Punktbau an der Kurt-Schumacher-Straße und die hohe Anzahl der Zeilenbauten

am Bergiusweg stellen keinen die Integration fördernden Städtebau dar. Der zusätzliche Punktbau

desintegriert die westlich davon liegenden zwischen Garagenhöfen, Stadtbahn und Erdwall der

BAB 8 eingeengten drei Wohngebäude und deren Bewohner in städtebaulicher und sozialer Hinsicht.

Die Anzahl der Zeilenbauten geht über das verträgliche Maß hinaus. Die Bebauung am Sautterweg

stellt keine Alternative, sondern eine Erweiterung der Bebauung dar.

Mit der beschlossenen Planung werden die wirtschaftlichen Interessen der Wohnungsbaugesellschaften

den berechtigten Interessen der Bewohner an Wohn- und Lebensqualität unverhältnismäßig

vorgezogen.

Vor diesem Hintergrund erwartet der Bürgerverein, dass die Stadtverwaltung bei der anstehenden

Erarbeitung des Bebauungsplanentwurfs die desintegrierende Wirkung der zusätzlichen Bauten berücksichtigt

und diese nicht in den Entwurf aufnimmt. Sowie mindestens den von der LBO vorgegebenen

Stellplatzschlüssel anlegt.

Der Vorstand

Stuttgart, den 24. Januar 2019

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Stellungnahme zum überarbeiteten Architektenplan, 14.12.2018

Der ursprüngliche Architektenplan wurde dem Anspruch der verträglichen Nachverdichtung gerecht. Der überarbeitete Plan erfüllt dies nicht mehr.

Daher begrüßen wir die Abstimmungsergebnisse des Bezirksbeirats. Dies gilt insbesondere für die Ablehnung des zusätzlichen fünf-geschossigen Punkthauses an der Kurt-Schumacher-Straße und auch für die Begrenzung der Wohneinheiten (WE) auf die ursprünglichen 90 WE. Die ursprüngliche Anzahl der Wohneinheiten sollte insbesondere dadurch erreicht werden, dass der fünfte zusätzliche Zeilenbau am Bergiusweg wieder aus dem Plan gestrichen wird. Dabei handelt es sich um den Zeilenbau, der der U-Bahn-Linie am nächsten liegt. Dieser befindet sich dort, wo der ursprüngliche Architektenplan eine Grünfläche vorsah, die es im Sinne der Bürgerempfehlung unbedingt zu erhalten gilt.

Gemessen an der Bürgerempfehlung ist völlig offen und bisher völlig unberücksichtigt, inwiefern die Grünflächen am Bergiusweg wieder in gleicher Qualität ersetzt werden. Die Bürgerempfehlung sieht vor, dass im eigentlich nicht vorgesehenen Fall der Bebauung von Grünflächen, diese wieder in gleicher Qualität ersetzt werden (Grundsatz 1 der Bürgerempfehlung).

Sehr ärgerlich ist, dass die Stadt immer wieder und auch im Bezirksbeirat erneut ausführt, die Bürger hätten in der Bürgerbeteiligung auch die Bebauung der Flächen am Sautterweg vorgeschlagen. Ein Blick in die Bürgerempfehlung zeigt unmissverständlich, dass es einen solchen Vorschlag definitiv nicht gibt. Aus diesem Grund wurde diese Begründung für die Aufnahme dieser Flächen in die Nachverdichtung auch aus den Ausschreibungstext für das Wettbewerbsverfahren gestrichen. Im Entwurf des Ausschreibungstext war diese Begründung noch enthalten.

Auch die Diskussion über den überarbeiteten Architektenplan zeigt wiedereinmal wie richtig und aktuell die Bürgerempfehlung mit ihrer Forderung nach einem umfassenden Konzept für eine angemessene Weiterentwicklung des Fasanenhofs war und ist.




In der oben stehenden Grafik ist der überarbeitete Plan abgebildet. Die blauen Gebäude stellen die Gebäude dar, die realisiert werden sollen. Die zwei rot durchgekreuzten Gebäude sollten aber zur Umsetzung noch aus dem Plan gestrichen werden!





 

Die Stadt Stuttgart informiert zum weiteren Verfahren und nennt folgende Termine: Die Überarbeitung des Wettbewerbsergebnisses wird in den nächsten 2-3 Monaten (bis Oktober 2018), entsprechend den Empfehlungen und Vorgaben des Preisgerichtes, erfolgen. Wenn diese Überarbeitung dann vorliegt, sind folgende Termine für die Vorstellung des überarbeiteten Wettbewerbsergebnisses vorgesehen:

  • 11.12.2018 UTA/Städtebauausschuss
  • 12.12.2018 Bezirksbeirat Möhringen
  • 18.12.2018 Städtebauausschuss,
  • 15.01.2019 UTA Bericht über die Behandlung im Bezirksbeirat, Beschlussfassung

Nach der Beschlussfassung, voraussichtlich im Januar 2019, soll in Möhringen (möglichst vor Ort im Fasanenhof), eine Bürgerinformation zum dann beschlossenen Bebauungskonzept für den Bereich Ehrlichweg erfolgen. Voraussichtlich noch im 1. Quartal 2019 soll die Vorlage zum Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren auf Grundlage dieses Bebauungskonzepts in UTA und Bezirksbeirat Möhringen behandelt werden.