Leserbrief Filderzeitung
 
"Und wieder sollen die Stuttgarter Anwohner bestraft werden für ein von Politik und Verwaltung falsch geplantes  und hoffnungslos überbelegtes Gewerbegebiet:
eine Sperrung der Kurt-Schumacher-Straße würde nicht nur bei Müller und Edeka die Kundschaft drastisch dezimieren.
Wer fährt dann, aus Möhringen oder Degerloch kommend, noch zum Fasanenhof zum Einkaufen (oder zum Arzt, zur Therapie, etc.)  wenn man nur auf
Umwegen nach Hause kommt? 
Da wird dann die Fahrt nach Echterdingen ( wenn man schon mal unterwegs ist...) zum Einkaufen für viele plötzlich wieder attraktiv -
und Echterdingen freut sich über die zusätzlichen Gewerbesteuern
Wieder einmal kämen die Einzelhändler und Dienstleister im  Wohngebiet Fasanenhof - aber auch im Gewerbegebiet- in Existenznöte.
Wieder einmal, wie in den Gründerjahren wäre das Wohngebiet Fasanenhof abgehängt vom Individualverkehr. 
Das könnte für die Bewohner des Fasanenhofs zum Verlust ihrer Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleister führen, bei einer Variante sogar mit einem Mehr
an Durchgangsverkehr.
Eine Ehrenrunde im Gewerbegebiet zu erzwingen und damit noch mehr Staus  kann ja wohl auch nicht der Ernst der Verwaltung sein! 
Genauso die Idee, den Berufsverkehr zwangsweise über die gefährliche Behelfsausfahrt Richtung Stuttgart auf die B27 zu leiten!  
Und ob die Lösung "keine Parkplätze--keine Autos" nun wirklich eine Lösung ist und nicht am Ende einige Unternehmen und Arbeitnehmer aus Stuttgart
vertreibt  - super Aussichten für die Gewerbesteuer!- können nur die Unternehmen im Gewerbegebiet beantworten.
Die einzige Lösung, besonders für die LKW,  ist eine zusätzliche Abfahrt aus dem Gewerbegebiet auf die B 27  oder die A8."
 
Mit freundlichen Grüßen
Angelika Lehrer
Zum gewaltsamen Tod unseres Nachbarn

Wir möchten der Familie des Verstorbenen unser größtes Mitgefühl aussprechen, es ist unfassbar, dass ein Mensch einem Anderen so etwas antun kann und das Leben einer ganzen Familie zerstört.

Wir fühlen auch mit den Bewohnern und Besuchern unseres Stadtteils, vor allem mit den Kindern, die wie wir durch das Drama am 31. Juli erschüttert wurden und den gewaltsamen Tod eines Menschen womöglich mitansehen mussten.

Seit vielen Jahren leben Bürger unterschiedlichster Herkunft im Fasanenhof friedlich zusammen, ja wir pflegen eine lebendige Nachbarschaft mit unzähligen Veranstaltungen und hohem bürgerschaftlichem Engagement in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Ein solches Drama haben wir seit Bestehen unseres Stadtteils, Gott sei Dank, noch nie erleben müssen.

Wir lassen uns nicht kriminalisieren und als Bewohner des Fasanenhofs diskriminieren. Diese schreckliche Beziehungstat ist rein zufällig in unserem Stadtteil passiert, es hat niemand vorhersehen und verhindern können.

Wir sind und bleiben ein offener, multikultureller und friedliebender Stadtteil mit einer für Stuttgart sehr niedrigen Kriminalitätsrate.

 

Der Vorstand des Bürgervereins Fasanenhof - Hier leben wir e.V.